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Untervermietung, Coworking oder klassische Direktmiete? In über 9 Jahren habe ich Unternehmen in alle drei Modelle vermittelt und kenne die typischen Situationen, in denen jedes Modell seine Stärken ausspielt. Dieser Vergleich basiert auf konkreten Marktdaten und meiner Erfahrung aus hunderten Gesprächen mit Mietern und Vermietern in Deutschland.

Untervermietung ist häufig die günstigste der drei Varianten und passt für Teams von 1 bis 100 Personen, flexibel von kurz bis mittelfristig. Coworking bietet maximale Flexibilität mit Komplettausstattung und Services im Preis. Direktmiete lohnt sich vor allem bei langfristiger Planung und individuellem Ausbau. Die richtige Wahl hängt von Teamgröße, Laufzeit, Budget und gewünschtem Maß an Flexibilität ab.
Drei Modelle dominieren den Markt für gewerbliche Büroflächen in Deutschland. Untervermietung, Coworking und Direktmiete unterscheiden sich bei Rechtsgrundlage, Laufzeit, Flexibilität und Kosten deutlich.
Ein Unternehmen vermietet einen Teil seiner Bürofläche weiter. Du mietest vom Hauptmieter, nicht vom Eigentümer. Die Flächen sind oft teilmöbliert, die Laufzeiten kürzer und die Preise typisch 30 bis 50 Prozent unter Marktmiete.
Ein Betreiber stellt komplett ausgestattete Arbeitsplätze oder Teambüros bereit. Du buchst inklusive Möbel, Internet, Empfang und Meetingräume. Die Vertragsgrundlage ist meist ein Dienstleistungsvertrag, Laufzeiten ab einem Monat sind üblich.
Du schließt einen eigenen Gewerbemietvertrag direkt mit dem Eigentümer ab und wirst Hauptmieter mit allen Rechten und Pflichten. Typisch sind Laufzeiten von 3 bis 10 Jahren und die volle Verantwortung für Einrichtung und Nebenkosten.
Die drei gängigsten Modelle für gewerbliche Büroflächen unterscheiden sich vor allem bei Kosten, Vertragslaufzeit und Serviceumfang. Hier alle Kriterien direkt nebeneinander.
| Kriterium | Untervermietung | Coworking / Flex Office | Direktmiete |
|---|---|---|---|
| Kosten | Oft günstigste Variante | Höher, dafür all-inclusive | Marktübliche Miete + NK |
| Laufzeit | Flexibel kurz bis mittelfristig | Oft ab 1 Monat | Meist 3 bis 10 Jahre |
| Zeit bis Einzug | Ab sofort | Ab sofort | Typisch 3 bis 9 Monate, je nach Ausbau |
| Kündigungsfrist | Oft 1 bis 3 Monate | Oft 1 bis 3 Monate | 6 bis 9 Monate (§580a BGB) |
| Eigener Raum | Ja, abgeschlossene Bürofläche | Ja, eigenes Büro oder Desk | Ja, exklusive Mietfläche |
| Einrichtung | Oft teilmöbliert | Voll möbliert inkl. IT | In der Regel unmöbliert |
| Services | Teilweise inklusive | All-inclusive (Empfang, Reinigung, IT) | Selbst zu organisieren |
| Rechtlicher Rahmen | Untermietvertrag nach §578 BGB | Dienstleistungsvertrag / Mietvertrag | Gewerbemietvertrag |
| Skalierbarkeit | Mittel, an Flächenangebot gebunden | Hoch, Plätze kurzfristig zu- und abbuchbar | Gering, feste Fläche |
| Nebenkosten | Meist als Pauschale | Im Preis enthalten | Separat nach Verbrauch |
| Anpassbarkeit | Eingeschränkt (Fläche des Untervermieters) | Kaum, Standardausstattung | Voll, eigene Ausstattung möglich |
| Geeignet für | Kostenbewusste Teams mit Raumbedarf | Startups, Freelancer, Projektteams | Langfristige Planung |
Jedes Modell hat einen Sweet Spot. Coworking ist schwer zu schlagen, wenn Geschwindigkeit zählt: ab Tag 1 arbeitsfähig, vieles inklusive, ohne lange Verpflichtung. Gerade für kleine Teams oder den Einstieg in eine neue Stadt. Untervermietung spielt ihre Stärke aus, wenn du eigene Räume brauchst, 10 bis 100 Personen unterbringen willst und 12 bis 24 Monate planst. Hier liegt der Preis typisch 20 bis 40 Prozent unter einer Direktmiete. Direktmiete lohnt sich ab 5 oder besser 10 Jahren, wenn du die Fläche nach deinen Vorstellungen ausbauen willst. Die Frage ist nicht, welches Modell besser ist, sondern welches zu deiner Situation passt.
Konkretes Rechenbeispiel für ein Team mit 20 Arbeitsplätzen, rund 200 m² Fläche, Berlin. Alle drei Modelle im direkten Kostenvergleich.
| Position | Untervermietung | Coworking | Direktmiete |
|---|---|---|---|
| Kosten pro Monat | ca. 5.000 € | ca. 9.000 € | ca. 7.000 € + Ausbau |
| Berechnung | 25 €/m² × 200 m² | 450 € × 20 Arbeitsplätze | 35 €/m² × 200 m² + kundenspezifischer Ausbau |
| Nebenkosten | Meist als Pauschale enthalten | Im Preis enthalten | Separat nach Verbrauch |
| Einrichtung | Oft teilmöbliert, kein Aufwand | Komplett möbliert + IT | Leer, alles selbst zu organisieren |
| Einmalkosten | Kaution | Kaution | Kaution + Möbel + IT + Ausbau |
| Kosten nach 12 Monaten | ca. 60.000 € | ca. 108.000 € | ca. 84.000 € + Ausbau |
Rechenbeispiel: 20 Arbeitsplätze, ca. 200 m², Berlin. Richtwerte auf Basis öffentlich zugänglicher Marktdaten. Konkrete Preise für deinen Standort berechnest du mit dem Mietpreisrechner.
Jedes Modell hat eine eigene Kostenlogik. Wer das versteht, trifft die richtige Entscheidung für das eigene Team.
Du setzt dich quasi ins gemachte Nest. Der Hauptmieter will einfach nur Kosten für Fläche reduzieren, die sein Team nicht mehr braucht. Deshalb bekommst du die Räume oft günstiger als beim Eigentümer direkt, häufig teilmöbliert und mit kurzer Einzugszeit.
Du teilst dir Gemeinschaftsräume und Kosten mit anderen Mietern. Aber der Betreiber will sein Konzept und seinen Service auch bezahlt sehen, ähnlich wie beim Autoleasing. Du zahlst einen Aufschlag dafür, dass du dich um nichts kümmern musst.
Du verhandelst mit dem Eigentümer alle Details. Die Fläche wird in der Regel kundenspezifisch ausgebaut: Wände versetzen, IT-Infrastruktur einziehen, Möblierung anschaffen. All das kostet Geld und Zeit, bevor du überhaupt einziehst.
Bei der Büro-Untervermietung überlässt ein Hauptmieter einen Teil seiner angemieteten Bürofläche an ein anderes Unternehmen, den Untermieter. Rechtlich basiert das Modell auf einem Untermietvertrag nach §578 BGB. Alle Details zum rechtlichen Rahmen findest du im Guide: Untermietvertrag Gewerbe.
Voraussetzung ist die Zustimmung des Vermieters nach §540 BGB. Ohne diese Erlaubnis darf der Hauptmieter nicht untervermieten, sonst droht eine fristlose Kündigung des Hauptmietvertrags. Wie du die Zustimmung einholst, zeigt unser Guide: Zustimmung des Vermieters. Eine kostenlose Vorlage gibt es in unseren Tools.
Wer eigene Fläche untervermietet, bleibt gegenüber dem Eigentümer in der Verantwortung. Welche Rechte und Pflichten als Hauptmieter dabei gelten, von der Haftung bis zur freien Preisgestaltung, erklärt der zugehörige Guide im Detail.
Für Untermieter ist das Modell besonders attraktiv: Die Flächen sind häufig teilmöbliert, die Mietkonditionen liegen unter der Marktmiete, und die Vertragslaufzeiten sind deutlich kürzer als bei einer klassischen Direktmiete. Auf SubOffice findest du flexible Büroflächen zur Untermiete in deutschen Städten, provisionsfrei und mit kostenlosem Untermietvertrag-Generator.
Coworking Spaces und Flex Offices sind flexible Büros, die von einem Betreiber (etwa WeWork, Design Offices, Regus) komplett ausgestattet und als Service angeboten werden. Der Nutzer mietet keinen klassischen Büroraum, sondern bucht einen Arbeitsplatz oder ein Teambüro inklusive Möbel, Internet, Empfang, Meetingräumen und oft auch Kaffeeküche.
Die Vertragsgrundlage ist meist ein Dienstleistungsvertrag, kein Mietvertrag. Das heißt: weniger Mieterschutz, dafür maximale Flexibilität. Laufzeiten ab einem Monat sind üblich, die Kündigung ist oft mit wenigen Wochen Frist möglich.
Coworking eignet sich besonders für Freelancer, Startups und Projektteams, die kurzfristig einen professionellen Arbeitsplatz brauchen. Ohne Einrichtungsaufwand und mit planbaren Kosten. Wer einen Coworking-Arbeitsplatz mieten will, findet ihn meist tageweise, wochenweise oder monatlich buchbar.
Bei der Direktmiete schließt ein Unternehmen einen eigenen Gewerbemietvertrag direkt mit dem Eigentümer oder Verwalter der Immobilie ab. Das Unternehmen wird Hauptmieter mit allen Rechten und Pflichten, die das Gewerbemietrecht mit sich bringt.
Typisch für die Direktmiete sind längere Vertragslaufzeiten von 3 bis 10 Jahren, eine gesetzliche Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Quartalsende (§580a BGB) und die vollständige Verantwortung für Einrichtung, Nebenkosten und Instandhaltung.
Die Direktmiete eignet sich für Unternehmen, die langfristig planen, eine feste Niederlassung aufbauen und die Fläche nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen. Wer kurzfristig Flächen abstoßen muss, kann über die gewerbliche Untervermietung auf SubOffice einen Teil der Kosten auffangen. Wie viel deine ungenutzte Fläche einbringen kann, zeigt dir der Potenzialrechner in unter einer Minute.
Die Wahl hängt von vier Faktoren ab: Budget, Flächenbedarf, gewünschte Flexibilität und geplante Vertragslaufzeit. Hier die Faustregeln.
… wenn du ein eigenes, abgeschlossenes Büro suchst, aber nicht 5 Jahre Mietvertrag unterschreiben willst. Du profitierst von günstigen Konditionen, weil der Hauptmieter seine Fixkosten teilen möchte. Oft bekommst du Flächen in Lagen, die bei einer Direktmiete außerhalb deines Budgets wären.
Zur Checkliste Untervermietung… wenn du maximale Flexibilität brauchst, etwa für ein Projektteam, das nur 6 Monate zusammenarbeitet, oder als Freelancer, der einen professionellen Arbeitsplatz sucht. Die höheren Kosten pro Quadratmeter gleichen sich durch die inkludierten Services aus.
Kostenlose Coworking-Beratung… wenn du langfristig planst (5 Jahre und mehr), eigene Anforderungen an Raumaufteilung und Ausstattung hast und Nebenkosten sowie Einrichtung selbst organisieren kannst. Bei Untermiete-Bedarf kannst du später Teilflächen abstoßen.
Komplette Übersicht über den Prozess findest du im Guide Büro vermieten auf SubOffice.
Dieser Vergleich stellt eine allgemeine Information dar und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Die genannten Mietpreise und Kosten sind Richtwerte auf Basis öffentlich zugänglicher Marktdaten. Konkrete Konditionen können je nach Standort, Lage und Anbieter abweichen. SubOffice übernimmt keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Nutzung auf eigenes Risiko.
Berechne den Mietpreis für deinen Standort, oder finde direkt flexible Büroflächen zur Untermiete auf SubOffice.
Die wichtigsten Fragen, wenn du dich zwischen den drei Büromodellen entscheiden willst, von Kosten über Steuer bis zur Vertragslaufzeit.
Untervermietung ist meist die günstigste Variante, weil der Hauptmieter die Fläche unter Marktmiete weitergibt. Ein Coworking-Arbeitsplatz kostet pro Person typischerweise etwas mehr, dafür sind alle Services und die komplette Ausstattung im Preis. Direktmiete liegt zwischen beiden, hat aber zusätzlich Einmalkosten für Möbel, IT und kundenspezifischen Ausbau.
Für ein 20er-Team in Berlin liegen die Größenordnungen bei etwa 5.000 € (Untermiete), 9.000 € (Coworking) und 7.000 € + Ausbau (Direktmiete) pro Monat. Wie viel du mit deiner freien Fläche einnehmen kannst, zeigt der Potenzialrechner.
Vorteile: sofort einzugsbereit, komplette Möblierung und IT, alle Services (Empfang, Reinigung, Internet) inklusive, kurze Laufzeit ab einem Monat, keine Investition in Ausbau oder Möbel, planbare Komplettkosten.
Nachteile: höhere Kosten pro Arbeitsplatz, weniger Privatsphäre in offenen Spaces, kaum Anpassung an eigene Bedürfnisse, kein klassischer Mietvertrag und damit weniger rechtlicher Schutz. Coworking eignet sich besonders für Freelancer, Startups und Projektteams, die kurzfristig einen professionellen Arbeitsplatz brauchen.
Bei der Untervermietung mietest du eine abgeschlossene Bürofläche von einem Hauptmieter über einen Untermietvertrag nach §578 BGB. Beim Coworking buchst du einen Arbeitsplatz oder ein Teambüro bei einem Betreiber über einen Dienstleistungsvertrag.
Untervermietung ist meist günstiger und bietet eine eigene, abgeschlossene Fläche. Coworking ist flexibler, komplett ausgestattet und teurer pro Person. Die Wahl hängt davon ab, wie wichtig dir eigene Räume gegenüber Flexibilität sind. Bei der Untervermietung brauchst du außerdem die Zustimmung des Vermieters nach §540 BGB.
Ein Coworking-Platz im offenen Bereich kostet typischerweise etwa 200 bis 400 € pro Monat. Ein fester Schreibtisch (Dedicated Desk) liegt bei etwa 350 bis 500 €, ein privates Teambüro im Coworking-Center bei etwa 450 bis 700 € pro Person.
Die Preise variieren stark nach Stadt und Anbieter. In Berlin, München und Frankfurt liegen die Preise meist im oberen Bereich, in mittelgroßen Städten deutlich niedriger. Den konkreten Mietpreis für deinen Standort berechnest du mit dem Mietpreisrechner.
Coworking: ab einem Monat, oft tageweise oder wöchentlich buchbar. Untervermietung: meistens drei bis zwölf Monate, in Einzelfällen länger. Direktmiete: drei bis zehn Jahre, mit gesetzlicher Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Quartalsende nach §580a BGB.
Je kürzer die Laufzeit, desto höher in der Regel der Preis pro Quadratmeter. Die Untervermietung kombiniert oft kurze Bindung mit niedrigem Preis und ist deshalb für mittelgroße Teams besonders attraktiv.
Ja, in beiden Fällen sind die Mietkosten als Betriebsausgaben absetzbar, sofern die Fläche tatsächlich gewerblich genutzt wird. Bei Coworking erfolgt die Abrechnung oft als Dienstleistung mit ausgewiesener Umsatzsteuer, der Vorsteuerabzug ist damit möglich.
Bei Untervermietung ist die Vermietung nach §4 Nr. 12 Buchst. a UStG grundsätzlich umsatzsteuerfrei. Der Hauptmieter kann aber nach §9 UStG zur Umsatzsteuer optieren, was den Vorsteuerabzug eröffnet. Für die konkrete Behandlung im Einzelfall sollte ein Steuerberater hinzugezogen werden.
Ja, und viele Teams machen genau das. Coworking eignet sich gut für die ersten Monate, wenn das Team-Wachstum noch nicht absehbar ist. Sobald du stabil bei fünf bis zehn Personen bist, lohnt sich der Wechsel zur Untervermietung wirtschaftlich häufig.
Auf SubOffice findest du Büroflächen zur Untermiete in deutschen Städten, oft teilmöbliert und ab drei Monaten Laufzeit.
Auf vier Faktoren: Teamgröße, geplante Dauer, Budget und Gestaltungsbedarf. Coworking passt oft für kleinere Teams und kürzere Zeiträume mit Wunsch nach Komplett-Service. Untervermietung kombiniert eigene Räume mit moderater Flexibilität bei niedrigeren Kosten. Direktmiete lohnt sich vor allem, wenn das Team langfristig wächst und die Fläche individuell ausgebaut werden soll.
Eine konkrete Entscheidungshilfe inkl. Kostenrechnung findest du oben auf dieser Seite. Wenn du dich für Untervermietung entscheidest, hilft die Checkliste für die Bürountervermietung.