Drei Modelle dominieren den Markt für gewerbliche Büroflächen in Deutschland. Hier die Unterschiede auf einen Blick.
Ein Unternehmen hat mehr Bürofläche als es braucht und vermietet einen Teil an ein anderes Unternehmen weiter. Du mietest vom Hauptmieter, nicht vom Eigentümer. Die Flächen sind oft teilmöbliert, die Laufzeiten kürzer und die Preise oft niedriger.
Ein Betreiber stellt komplett ausgestattete Arbeitsplätze oder Teambüros bereit. Du buchst einen Platz inklusive Möbel, Internet, Empfang und Meetingräume. Die Vertragsgrundlage ist meist ein Dienstleistungsvertrag. Laufzeiten ab einem Monat sind üblich.
Du schließt einen eigenen Gewerbemietvertrag direkt mit dem Eigentümer ab. Du bist Hauptmieter mit allen Rechten und Pflichten. Typisch sind Laufzeiten von 3 bis 10 Jahren und die volle Verantwortung für Einrichtung und Nebenkosten.
Die drei gängigsten Modelle für gewerbliche Büroflächen unterscheiden sich vor allem bei Kosten, Vertragslaufzeit und Serviceumfang. Die folgende Tabelle zeigt, wie Untervermietung, Coworking Spaces und Direktmiete im direkten Vergleich abschneiden.
Aus meiner persnönlichen Erfahrung:
Jedes Modell hat einen Sweet Spot. Coworking ist schwer zu schlagen, wenn Geschwindigkeit zählt: ab Tag 1 arbeitsfähig, alles inklusive, keine Kaution. Gerade für kleine Teams oder den Einstieg in eine neue Stadt. Untervermietung spielt ihre Stärke aus, wenn du eigene Räume brauchst, 10–50 Personen unterbringen willst und 12 bis 24 Monate planst. Hier liegt der Preis typischerweise 20–40 % unter einer Direktmiete. Direktmiete lohnt sich ab 5+ Jahren eher sogar 10 Jahren, wenn du die Fläche nach deinen Vorstellungen ausbauen willst. Die Frage ist nicht, welches Modell besser ist, sondern welches zu deiner Situation passt. Berechne den Mietpreis für deinen Standort mit dem kostenlosen Mietpreisrechner.
Ein konkretes Rechenbeispiel für ein Team mit 10 Arbeitsplätzen in Berlin-Kreuzberg. Alle drei Modelle im direkten Kostenvergleich.
Die wichtigsten Fragen, wenn du ein Büro suchst und dich zwischen den drei Modellen entscheiden willst.
Für ein Team ab 5 Personen ist Untervermietung fast immer günstiger. In Berlin zahlst du für ein untervermietetes Büro ca. 150 bis 400 € pro Person im Monat, während ein Coworking-Platz im privaten Büro bei 450 bis 600 € pro Person liegt. Dafür entfallen beim Coworking Kosten für Möbel und IT. Wie viel du mit deiner freien Fläche einnehmen kannst, zeigt der Potenzialrechner.
Coworking: ab 1 Monat. Untervermietung: meistens 3 bis 12 Monate. Direktmiete: 3 bis 10 Jahre. Je kürzer die Laufzeit, desto höher in der Regel der Preis pro Quadratmeter. Die Untervermietung bietet den besten Kompromiss aus kurzer Bindung und niedrigem Preis.
Oft teilweise. Viele untervermietete Büros kommen mit Schreibtischen, Stühlen und Zugang zu Küche und Meetingräumen. Internet und Reinigung sind häufig inklusive. Was meistens fehlt: ein Empfangsservice, eine Community-Infrastruktur und buchbare Extras wie Eventflächen. Dafür zahlst du deutlich weniger.
Ja, und viele Teams machen genau das. Coworking eignet sich gut für die ersten Monate, wenn du noch nicht weißt wie schnell dein Team wächst. Sobald du stabil bei 5 bis 10 Personen bist, lohnt sich der Wechsel zur Untervermietung. Auf SubOffice findest du Büroflächen zur Untermiete in deutschen Städten, oft teilmöbliert und ab 3 Monaten Laufzeit.
Auf drei Dinge: Teamgröße, geplante Dauer und Budget. Unter 5 Personen und unter 6 Monate: Coworking. Ab 5 Personen und ab 6 Monate: Untervermietung. Ab 20 Personen und ab 3 Jahre: Direktmiete. Der Kostenvergleich weiter oben auf dieser Seite zeigt dir die konkreten Zahlen für dein Szenario. Wenn du dich für Untervermietung entscheidest, lies vorher unseren Guide zu Rechten und Pflichten als Hauptmieter.